Wohin führt dieser Weg?

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In den letzten zwei Tagen sind diverse Dinge gleichzeitig geschehen, die alle dazu beigetragen haben, dass ich mittelschwer verunsichert bin.

 

Der Autorenkurs

Wie ich im letzten Post bereits berichtet habe, hat mein Autorenkurs angefangen. Eigentlich eine tolle Sache und ich freue mich sehr auf das Jahr. Aber auf der anderen Seite fällt mir dann auch nach und nach auf, dass mein Manuskript viel besser sein könnte, als es ist und vermutlich noch viele Denkfehler enthält, die ich gar nicht bemerke, weil es für mich so klar ist.

 

Lektorat des ersten Kapitels

Ich habe das erste Kapitel von „Auf die Freundschaft“ lektorieren lassen und eine Menge umgeschrieben. Das ist gut. Leider fällt mir auch hier auf, wie lang der Weg noch ist und wie viel eigentlich umgeschrieben werden könnte. Drei Tage lang hab ich jetzt schon wieder nur mit der Überarbeitung von 2 Kapiteln verbracht, die nun wiederum lektoriert werden müssten, weil so viel Neues drin steht. Zwischendrin hab ich dann gefragt: Ist es das wert?

Sollte ich nicht vielleicht meinen Fokus auf den Autorenkurs richten?

 

Rücksendung der ersten 5 Kapitel von einem Probeleser

Ihr erinnert euch, dass die dritte überarbeitete Fassung meines Manuskriptes noch bei 2 Probelesern liegt, von einem habe ich es bereits zurückerhalten. Ich danke den Probelesern für ihre Zeit und Mühen an dieser Stelle nochmals ausdrücklich! Gleichzeitig fällt mir auch hier wieder auf: Es gibt sogar rechtschreibtechnisch noch mehr zu tun, als ich dachte. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, ist es kaum zu glauben, wie unglaublich blind man bei seinen eigenen Texten ist!

 

 Was tun?

Ich fasse zusammen: Ich habe das Gefühl, dass an meinem Manuskript noch richtig viel gearbeitet werden muss und ich weiß gerade nicht, ob sich das lohnt. Ist die Geschichte gut genug, dass sich der Aufwand lohnt? Habe ich die Chance, dieses Ding zu veröffentlichen? Via Selfpublishing natürlich immer, keine Frage. Aber ich habe gelesen, dass viele Verlage Selfpublisher kategorisch ablehnen. Wer also bereits Werke im Book-on-Demand-Verfahren herausgegeben hat, hat fast keine Chance mehr, an einen traditionellen Verlag zu kommen. Will ich mich also für den Selfpublisher-Weg entscheiden?

 Oder lasse ich das Manuskript für mehrere hundert Euro lektorieren und schicke es an Verlage? Aber wer garantiert mir, dass das keine Geldverschwendung ist? Vielleicht wird es trotzdem abgelehnt und ich hätte das Geld lieber in einen weiteren Autorenkurs stecken sollen.

 Ich könnte also auch einfach das Manuskript Manuskript sein lassen und mit Hilfe des Autorenkurses ein neues Projekt starten. Aber mir ist das Manuskript ans Herz gewachsen und ich will es nicht unter den Tisch fallen lassen – andererseits, wenn es doch nicht gut ist?

Ich könnte es als kostenloses Download-Exemplar anbieten… aber wenn es schlecht ist, denkt jeder, der es liest, dass ich schlecht schreibe und ich werde es schwer haben, meine Texte an den Mann zu bringen, wenn ich besser geworden bin.

Vielleicht nochmal eine Verlosung? Hmm..

 

Woher weiß ich, ob mein Manuskript Potenzial hat?!

 

Über Kommis bin ich heute überaus dankbar 😉

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5 Gedanken zu “Wohin führt dieser Weg?

  1. Hey Annika,

    keine Sorge, du stehst mit diesen Gedanken absolut nicht alleine da! Mir geht es ganz genauso. Manchmal bin ich so verzweifelt mit meinen eigenen Texten, dass ich tatsächlich darüber nachdenke, das Schreiben ganz aufzugeben. Wozu die Mühe, wozu der ganze Aufwand?

    Die Überarbeitung nimmt kein Ende und trotzdem finden sich überall noch Fehler, unpassende Formulierungen, unglaubwürdig handelnde Figuren usw. Und dann natürlich noch die Textblindheit, bei der einem einfach nichts mehr auffällt und man Seite um Seite erneut liest, ohne zu einem Ergebnis zu kommen…

    Zum Selfpublishing: Ich habe auch noch nicht entschieden, welchen Veröffentlichungsweg ich gehen möchte, allerdings habe ich noch nie gehört, dass man als Autor bei Verlagen gebrandmarkt wäre, wenn man seine Bücher selbst verlegt. Bei dieser Diskussion geht es meines Wissens um die Autoren, die bei den Druckkostenzuschussverlagen (DKZV)veröffentlichen, die also Geld dafür bezahlen, dass ihr Buch verlegt wird. Einen interessanten Artikel dazu findest du hier:
    http://www.schriftsteller-werden.de/veroeffentlichung/dkzv/

    Es ist mittlerweile eher so, dass Verlage sogar unter Indieautoren auf die Suche nach potenziellen neuen Autoren fürs Verlagsprogramm gehen. Ist natürlich eher unwahrscheinlich, dass ein Verlag auf einen zukommt, aber von einer Brandmarkung habe ich bisher noch nicht gehört.

    Solltest du dich für den Weg über die Verlage entscheiden, würde ich nicht vorher das komplette Manuskript lektorieren lassen, sondern nur (wie du es bereits gemacht hast) die ersten Seiten, dazu ein gut und professionell erstelltes Exposé plus Anschreiben. Lektoriert wird dein Text bei Gefallen sowieso – und für dich kostenlos.

    Um herauszufinden, ob dein Manuskript Potenzial hat, bist du doch schon auf dem richtigen Weg! Lektorat einiger Seiten und die Rückmeldung von (unabhängigen & ehrlichen) Testlesern – darunter vielleicht auch einige Leute, die selbst schreiben sind doch gute Indikatoren, um die Qualität eines Textes einzuschätzen.

    Vielleicht noch ein Buchtipp, da du ja den Schreibratgebern auch nicht abgeneigt bist: „Handbuch für Erst-Autoren“ von Manfred Plinke. Da finden sich viele hilfreiche Tipps zur richtigen Bewerbung bei Verlagen, zum Umgang mit Verträgen, aber auch mit Absagen und auch ein Kapitel zum Selfpublishing.

    Lass den Kopf nicht hängen, denn du bist nicht allein mit diesen Gedanken!

    Liebe Grüße,
    Nina

  2. Da fällt mir noch was ein: Es gibt eine ganz tolle Gruppe bei Facebook, in der du Textproben einstellen kannst und umgehend Rückmeldung zu Fragen, Problemen etc. bekommst. Mir wurde dort schon oft, schnell und konstruktiv geholfen. Habe dir mal eine Einladung geschickt. Da ich das aber zum ersten Mal gemacht habe, weiß ich nicht, ob das funktioniert hat. Deshalb hier nochmal der Link:
    https://www.facebook.com/#!/groups/autorenwerkstatt/

  3. Liebe Annika,

    ich kenne mich ja nicht wirklich mit dem Schreiben aus – ich kann besser lesen als schreiben… 😉

    Aber ich glaube, du bist auf dem richtigen Weg! „Auf die Freundschaft“ ist dein Erstling, dein Baby, das du nur schwer aufgeben kannst und es auch nicht tun solltest. Nimm den Autorenkurs doch als Chance, dazuzulernen, und dein Manuskript nach und nach vielleicht auch mit anderen, erfahreneren Augen zu sehen.

    Kopf hoch und weiter machen!

    Liebe Grüße von der Melly

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